Ziergewächs Pampasgras – wie schneide ich es richtig?

Das südamerikanische Gras ist schon seit einiger Zeit auch in unseren heimischen Gärten zu finden, wo es mit seinen dekorativen Blütenbüscheln uns einen prachtvollen Anblick bietet. Damit dies aber nicht nur ein einmaliges Schauspiel wird, sondern du auch in den nächsten Jahren nach der Anschaffung noch viel Freude an deinem Ziergras hast, gibt es in der Pflege und vor allem zum Thema Rückschnitt ein paar wichtige Punkte zu beachten.

 

Der häufigste Fehler ist der Zeitpunkt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ziergräsern wird das Pampasgras nicht im Herbst zurückgeschnitten, sondern im Frühling, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Der ideale Zeitpunkt liegt meist zwischen Ende März und Anfang April. Schneidet man es im Herbst zurück, nehmen die offenen Halme Regenwasser und Kälte auf, die der Pflanze über den Winter hinweg Schaden zufügen. Deshalb ist auch der richtige Nässe- und Winterschutz beim Vorbereiten auf die kalte Jahreszeit essenziell.

Des Weiteren kann beim Pampasgras weniger von „Rückschnitt“ gesprochen werden, als von „Ausputzen“, da es lediglich eine kosmetische Maßnahme und keine biologische Notwendigkeit darstellt, die abgestorbenen Teile der Pflanze zu entfernen. Das Ausputzen erleichtert dem Pampasgras jedoch das Austreiben neuer Halme, bewahrt die grünen Triebe vor Verletzungen und das Ziergewächs gibt zum Frühling optisch noch einmal mehr her. Wenn du gelbe bzw. abgestorbene Blätter bei deinem Ziergewächs festgestellt hast, kannst du diese mit den Händen auskämmen oder mit einer Gartenschere Bodennahe abschneiden. Nutze dafür bitte unbedingt Schutzhandschuhe, am besten mit einer Kautschuk- oder Latex-Beschichtung, und Kleidung, die die arme bedeckt, da die Blattränder teilweise messerscharf sind. Auch die alten Stängel mit den Blütenständen solltest du mit der Gartenschere auf Bodenhöhe stutzen. Sollte der komplette Blattschopf trocken und abgestorben ist, dann kann natürlich auch die komplette Pflanze bodennah zurückgeschnitten werden. Hierfür empfiehlt sich dann eine Heckenschere. Dann sollte dein Pampasgras bis zum Herbst wieder auf die ursprüngliche Höhe gewachsen sein.

 

Wie geht es dann im Herbst weiter?

Auch die Vorbereitung auf die kalte und nasse Jahreszeit ist von großer Bedeutung, damit dein Ziergras seine Pracht auch im darauffolgenden Jahr gänzlich entfalten kann. Wie oben schon erwähnt ist das Pampasgras ein südamerikanisches Gewächs, welches sich in der Pampa Brasiliens oder und Argentiniens pudelwohl fühlt. Hohe und langanhaltende Temperaturen machen ihm also nichts aus. Problematisch wird es allerdings schon etwas, wenn wir hier in Deutschland besonders kalte oder nasse Winter erleben. Hier ist auch die Wahl des Standortes entscheidend. Sorge dafür, dass du deinem Ziergras einen durchlässigen Boden anbieten kannst, in dem sich die Nässe nicht staut. Binde den Gräserhorst zusätzlich mit einem Kokosstrick nach oben zusammen, so kann sich die Pflanze selbst vor eindringender Nässe schützen und sich auch etwas warmhalten. Das wärmeliebende Gras freut sich auch über mollig-warme Stroh-, Bast- oder Kokosmatten, sollte ein recht rauer Winter vor der Tür stehen. Vor den Massen an Regenwasser kann man die Pflanze auch noch schützen, indem man eine Laubschicht um den Wurzelbereich der Pflanze aufschüttet und diese noch mit einem Tippi aus Tannenzweigen abdeckt.

 

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